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FILMKRITIK: Boss Level

Boss Level ist ein humorvoller Sci-Fi-Action-Thriller von Joe Carnahan, der bekannt ist für seine Actionfilme wie zum Beispiel Smoking Aces, der A-Team Film und The Grey. Hauptdarsteller sind Frank Grillo (bekannt aus den Avengers Filmen) als der Held und Mel Gibson als der Schurke. In Nebenrollen tauchen Naomi Watts, Ken Jeong (bekannt aus Hangover und Community) und Michele Yeoh (bekannt aus Tiger & Dragon) auf.

Der Film handelt von einem Ex-Soldaten, der in einer Zeitschleife gefangen ist, in der er immer wieder von einer Gruppe Auftragskiller umgebracht wird, was ihn mittlerweile langweilt. Er will einfach nur wissen, wie er diese Zeitschleife beenden kann.

Handwerklich gesehen ist der Film extrem gut gemacht. Die Vaporrave-Musik sorgt für eine schöne 80er-Jahre-artige Stimmung, die schön ist, aber im Jahre 2021 echt nichts besonderes mehr. Auch das häufige Anspielen auf Retrospiele ist unterhaltsam, wirkt aber auch wieder sehr verbraucht. Es werden immer wieder Anzeigetafeln in Pixelgrafik eingeblendet, die die Anzahl der Versuche des Protagonisten anzeigen, was in dieser Form sehr originel ist und natürlich wieder an alte Arcade-Spiele erinnert.
Die zynisch-gelangweilten Kommentare des Protagonisten (der als Ex-Soldat natürlich ein echt harter Kerl sein muss) sorgen für ein paar Lacher und steigern den Spaß.
Auch der von Gibson gespielte Schurke ist ein abgehärterter Ex-Soldat, der super gespielt wird. Das bösartig dominante Auftreten des Zigarre Rauchenden Ex-Colnels beherrscht Gibson einfach perfekt.

Bevor ich zu meinem Schlußfazit komme, noch ein kleiner Funfact. In dem Film wird behauptet, dass Indiana Jones, im ersten Indiana Jones Film, den mit dem Schwert fuchtelnden Araber nur erschossen hat, weil Harrison Ford ich zitiere "Dünnschiss" hatte und daher keine Lust auf eine lange Kampfszene. Das stimmt so aber nicht ganz. Meines Wissens, hatte er tatsächlich "nur" Migräne. Ob diese Szene aus Unwissen entstand oder weil ein Kindskopf es mit "Dünnschiss" witziger fand (wäre es nämlich nicht) weiß ich nicht, aber ich fand es trotzdem interessant zu wissen.

Aber nun zu meinem Schlussfazit. Es ist zwar ein sehr unterhaltsamer Action-Kracher, der aber leider sein Potenzial nicht ausschöpft und daher nichts weiter ist als ein, wie bereits gesagt, zwar unterhaltsamer, aber dennoch recht durchschnittlicher Actionfilm von der Stange. Es werden zwar originelle Ideen eingebaut, aber dann nicht ganz zuende ausgebaut. Trotzdem hatte ich meinen Spaß, daher 6,5/10 Punkten. Also ganz okay, kann man sich ansehen, aber mir würden mindestens 300 Filme einfallen, die viel besser sind als der hier. Und da übertreibe ich nicht mal.

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